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Kultursnob

Autorenbild: Denise Klier
Denise Klier
4. Okt.
2 Min. Lesezeit

The things we do, do things to us. - unknown


Das Oktoberfest ist offiziell vorbei und davor war ich ganze 6 Jahre abstinent. Über die Jahre habe ich sogar ein Abneigung entwickelt. Ich trinke kaum Bier, ich fühle mich in Tracht verkleidet und ich höre keine Schlager. Und dann hat eine Freundin mich gefragt, ob ich spontan mit auf die Wiesn gehe - ins Zelt, im Dirndl, Box direkt vor der Kapelle. Ich hatte Lust, wahnsinnig viel Spaß und war danach so angefixt, dass ich gleich noch drei Mal war.


Zugegebenermaßen bin ich manchmal eine Bildungsaristokratin. Ich habe Vorlieben: bei Büchern, bei Musik, bei Filmen, bei Restaurants und bei Sprache. Und ja – manchmal denke ich bei einer gewissen Art von Unterhaltung auch: Oh Gott. Das kann man doch nicht ernsthaft gut finden.


Dann erwische ich mich dabei, wie ich innerlich Menschen in kleine Schubladen sortiere. Wer liest was? Wer hört welche Musik? Wer geht ins Theater oder interessiert sich für Kunst? Wer kennt den Unterschied zwischen Toskana und Toscana? Und wer hat ihn zu kennen?


Das ist Snobismus - die Vorstellung, bestimmte Formen von Kultur seien wert- bzw. anspruchsvoller als andere. Und daraus entsteht schnell eine kleine Hierarchie. Ich weiß das alles und bin trotzdem nicht immun.


Bildung kann unglaublich bereichernd sein. Sie öffnet Türen, schafft Neugier, erweitert den Horizont. Aber sie kann eben auch zur Eintrittskarte in einen ziemlich exklusiven Club werden: Ich weiß mehr als du – also bin ich irgendwie mehr als du. Die eigentliche Bildungsaristokratie ist nicht viel zu wissen, sondern zu glauben, man sei aufgrund dessen ein besserer Mensch.


Ich darf einen Arthouse-Film lieben und trotzdem bei einer völlig banalen Netflix-Serie versacken. Ich darf Belletristik verabscheuen und gleichzeitig hemmungslos Trash-TV schauen. Ich darf gutes Essen schätzen und mich über eine Tiefkühlpizza freuen. Und ich darf manchmal snobistisch sein – solange ich mich dabei selbst erwische.


Denn Kultur wird erst dann wirklich interessant, wenn sie uns nicht dabei hilft, auf andere herabzusehen, sondern neugieriger auf sie zu werden. Und ja: Daran arbeite ich. Zwischen Bildungsbürgerlichkeit und „Was zur Hölle tu ich da eigentlich?“.

Montag: Dynamic Pilates 17:15 Uhr 60 Minuten hybrid  und danach
Montag: Dynamic Pilates 17:15 Uhr 60 Minuten hybrid  und danach

                    Advanced Flow 18:30 Uhr 75 Minuten im Salon de Shakti 

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Dienstag: Pilates für Fortgeschrittene 09:00 Uhr 50 Minuten hybrid im ESV 



Dienstag: Fusion Flow via Zoom 60 Minuten um 18:30 Uhr*


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Mittwoch: Pilates 09:00 Uhr 60 Minuten live im Urban Yoga Munich Untergiesing __________________


Donnerstag: Pilates für Fortgeschrittene 08:30 Uhr 50 Minuten hybrid im ESV

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  • Die Zoom Session ist für JEDE*N geeignet und grundsätzlich kostenlos. Auf Wunsch verschicke die Aufzeichnung gerne zum Ausprobieren oder Nachholen. Wenn es euch gefällt, freue ich mich über euren Beitrag per Paypal an: mail@deniseklier.com.


 
 
 

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